Wie aus einer Vision ein Unternehmen entstand

5 07 2010

Von Aleksej Kulhavy, Geschäftsführer Sports ProEmotion KG

Sport war schon immer meine große Leidenschaft. Herausragende Sportler faszinierten mich von Kindesbeinen an, denn für mich waren das Helden, moderne Gladiatoren und Vorbilder, zu denen man hinaufschaut. Diese Sportler haben mich als Unternehmer, Persönlichkeit und Mensch inspiriert.

Eines Tages habe ich mich gefragt wie man es wohl schaffen könnte, all das Potenzial das  der Sport mit seinen faszinierenden Ereignissen und Sportlern zu bieten hat, für jedes Unternehmen leichter zugänglich zu machen.

Der Sport hat sich schon längst als Wirtschaftsfaktor und idealer Kommunikationsmittelpunkt für Unternehmen erwiesen, die aufregenden Sport mit eigenen Geschäftsinteressen kombinieren wollen – und hier die ideale Plattform gefunden haben. Doch gemessen am Stellenwert, den der Sport in unserer Gesellschaft hat, liegt die kommerzielle Verwertung des Nutzens für Unternehmen noch weit hinter den Möglichkeiten. Eine Herausforderung, die es auch in Zukunft zu meistern gilt.

Ich sehe sehr viele Parallelen zwischen Unternehmern und Sportlern und so würde ich heute behaupten, ist man als Unternehmer Leistungssportler im Business, ganz individuell und mit eigenen Erfolgsrezepten, die so vielseitig sind wie die Menschen selbst.

Gerne möchte ich hiermit einen Beitrag leisten, Menschen zu inspirieren und aufzufordern, Ihre eigene Vision mit Leben zu füllen und als Unternehmer umzusetzen.

Auf all den Höhen und Tiefen, die das Unternehmerleben so mitbringt, hat mich immer ein Gedanke begleitet, der mir Mut und Zuversicht auf dem Weg ins Ungewisse gab. Vielleicht wird euch dieses schöne Zitat, aus dem Buch „Illusionen“ von Richard Bach, auch begleiten:

„Niemals wird dir ein Wunsch gegeben, ohne dass dir auch die Kraft verliehen wurde, ihn zu verwirklichen. Es mag allerdings sein, dass du dich dafür anstrengen musst.“

Viel Erfolg dabei!





Mehr mutige Gründer braucht das Land!

9 06 2010

„Gründer, traut euch!“ ruft Tilman Schad in einem Interview mit der MFG Baden-Württemberg potentiellen Unternehmensgründern im Ländle zu.

Mit all seiner Erfahrung motiviert der Coach und Vorstand der Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: connected, sich mehr zuzutrauen. Dabei kann ein erfahrener Coach eine große Hilfe sein.

Hier gehts zu dem hörenswerten Interview als Podcast…





Widu – Ein frisches und überraschendes Magazin über wahre Geschichten, die das Leben schreibt

17 05 2010

WiDu ist ein intermediales Magazin, das im September 2009 von Helene Dams (Dipl. Kommunikations-Designerin) und Eva Macarie (Dipl. Mode-Designerin) gegründet wurde.

Warum WiDu entstanden ist? Ganz einfach, weil es nichts Vergleichbares gibt, um kreative Werbung zu fairen Preisen mit besonderen Vorteilen für Neugründer zu schalten!

Das sagen die zwei Gründerinnen dazu:

Eva Macarie: „Für mich als Mode-Designerin gab es kein geeignetes Medium, um auf mich aufmerksam zu machen. Vieles ist unbezahlbar und einfach nur langweilig. Um hervorzustechen, braucht man min. eine Seite für sich alleine und nicht eine kleine Anzeige unter vielen! Ich wurde von niemandem unterstützt, daher wollte ich jungen Menschen und Neugründern diese Unterstützung bieten, denn gerade am Anfang braucht man jede Hilfe, die man erhalten kann und Werbung ist das Wichtigste, wenn man noch unbekannt ist. Mittlerweile kann ich mir mein Leben ohne das WiDu Magazin und die außergewöhnliche Zusammenarbeit mit Helene Dams nicht mehr vorstellen. Wir sind ein Team und das klappt sogar ohne viele Worte! Magazin und Mode sind zu einer Einheit geworden. Ich lerne so viele interessante Menschen kennen, die ich wahrscheinlich ohne WiDu nie kennengelernt hätte. Ich bin sehr dankbar und glücklich unseren Lesern jeden Monat aufs Neue zeigen zu dürfen, dass es sich lohnt zu träumen und wenn man einen Schritt macht, kann man tatsächlich seine Träume leben! Genau wie wir! Denn wir sind WiDu!“

Helene Dams: „In meinem Studium zur Kommunikations -Designerin hatte ich die Chance bei einem künstlerischen  Magazin in London ein halbes Jahr als Praktikantin mitzuarbeiten. Dies hat meine Leidenschaft für dieses Medium geweckt, weil ich gesehen habe, dass es außerhalb von den „normalen“ Magazinen und Zeitschriften auch noch solche gibt, die andere Wege gehen, um Menschen auf kreative, verrückte und geistreiche Weise anzusprechen. Dies ist auch zu meinem Traum geworden, welcher sich im September 2009 verwirklicht hat. Zusammen mit Eva Macarie haben wir eine unabhängige Plattform geschaffen, die nicht nur uns, sondern auch anderen Menschen die Möglichkeit bietet, Träume zu leben. Mein persönlicher Beitrag hierzu ist, dass ich diese Menschen gestalterisch mit meinem Wissen und Kreativität unterstütze und begleite. Durch das WiDu Magazin öffnen sich immer wieder neue interessante Welten, wofür ich sehr dankbar bin!“

WiDu, das sind wie du und ich, wir und du, eben WiDu.

Ein frisches und überraschendes Magazin über wahre Geschichten, die das Leben schreibt. Über sie, über ihn, über dich, über den Laden an der Ecke, nahe und ferne Länder, Ziele und Taten. Wir glauben an das Persönliche, berichten über Events, Kunst und Kultur, über Träume und deren Verwirklichung. Anstelle von Horoskopen haben wir die Rubrik „Wunscherfüllung“ ins Leben gerufen. Das Leben aus der spirituellen Sicht gesehen mit vielen Tipps für eine leichteres Leben voller Freude.

Das Print Magazin wird in Baden-Baden, Rastatt, Gaggenau, Bühl, Achern und Elsass ausgelegt. Für den Leser ist das Magazin kostenlos zum Mitnehmen. WiDu ist ein intermediales Magazin, d.h. wir können im Online Magazin Audio und Video Dateien im Online-Magazin mit einbinden. WiDu vernetzt sich und seine Anzeigenkunden über facebook, Xing und qype. Wir werden monatliche Events veranstalten, bei denen sich unsere Kunden vorstellen können, bzw. Workshops geben können.

Unser erster Workshop wird am 18. Mai 2010 mit dem Thema „Wie deine Gedanken deinen Erfolg unterstützen oder verhindern“ stattfinden.

Weitere Infos und das Magazin zum herunterladen unter: www.widu-magazin.de





Mit einer Wurstbude ins neue Glück

10 05 2010

Viele grundsätzliche Aspekte, die Existenzgründer betreffen, werden an diesem Beispiel erläutert: Ein Investmentbanker, der heute eine Wurstbude betreibt. Interessant, dass die Kommentare fast alle negativ sind. In Amerika wäre das anders. Erfolg zu haben gehört dort zum „American Dream“. Ist der „German Dream“ eine Festanstellung im öffentlichen Dienst oder bei grossen Industrieunternehmen, wie einer der Kommentarschreiber meint?

Zum Artikel bei Spiegel online…





FTD: Deutschland fehlen junge Unternehmer

27 04 2010

Folgenden Abschnitt haben wir in einem Artikel von Sven Clausen in der heutigen online-Ausgabe der Financial Times Deutschland gelesen:

Wer in Deutschland nach jungen Unternehmern sucht, die dieses Land auf Trab halten sollen, findet sehr lange niemanden. Dann landet er vielleicht bei Lars Hinrichs von Xing oder Peer Schatz von Qiagen. Und selbst die kennt eigentlich niemand. Die jungen Stars der deutschen Volkswirtschaft sind Spitzenbürokraten oder Minister: Jens Weidmann, 42, etwa, Wirtschaftsberater der Kanzlerin; der zwei Jahre ältere Jörg Asmussen, Spiritus Rector des Finanzministeriums; Gesundheitsminister Philipp Rösler, 37, und Familienministerin Kristina Schröder, 32. Großer Respekt für sie, für eine Volkswirtschaft mit dem Wohlstandsniveau der Deutschen aber hat das eine gefährliche Schlagseite.

Hier der gesamte Artikel mit dem Titel „Dickes Deutschland“…

Wer sich unternehmerisch betätigt, kann also nicht nur viel Spass haben und sich verwirklichen, sondern stärkt sogar die heimische Volkswirtschaft.





Business Angels gesucht

22 04 2010

Von Dr. F.G. Hoepfner

Business Angels sind Menschen mit Erfahrung als Unternehmer oder Topmanager, die junge Unternehmen unterstützen: durch Ideen, Kontakte, Diskussionen, Netzwerke und Finanzierung. Ihre Motivation ist oft zweigeteilt: Es macht ihnen Freude, Ideen zu entwickeln und Wachstum zu fördern, und manche hoffen natürlich auch, mit ihrem Investment etwas zu verdienen.

Investitionen in junge Unternehmen sind allerdings keine „sichere“ Anlage. Business Angel sollte nur werden, wer weiß, was er tut. Ein Business Angel muss einen Verlust genauso gut verkraften können wie einen Gewinn. Viele Business Angels versuchen sogar, ganz bewusst mehrere Investments parallel zu fahren, damit sich Risiken und Chancen im Sinne der Portfolio-Theorie ausgleichen.

BAND, der Dachverband deutscher Business Angels, hat am 15. März das deutsche Business Angels Jahr 2010 gestartet. Ziel des auf Einladung des bayerischen Wirtschaftsministers in München gefeierten Aktionsbeginns ist es,

  • die Idee der Business Angels bekannter zu machen,
  • mehr geeignete und
  • qualifizierte Business Angels anzuwerben und
  • jungen Unternehmen den Weg zu diesem Erfolgsmodell zu öffnen.

Als einer der vier Botschafter des Business Angels Year 2010 will ich diese Ziele unterstützen und möchte jeden Interessierten bitten, mitzumachen. Wir brauchen mehr Business Angels, wir brauchen mehr Arbeitsplätze, wir brauchen mehr Unternehmer, denn wir brauchen mehr Wachstum!





Erfolgsstrategie von Apple: „Wir sagen jeden Tag NEIN zu guten Ideen“

9 04 2010

Ein Zitat von Tim Cook, dem COO von Apple, kommentiert von Förster & Kreuz
Gelesen in deren Blog

…Unser Gespräch kam auf Tim Cook, den Chief Operating Officer bei Apple und potenziellen Nachfolger von Steve Jobs. Er hat kürzlich zu Investoren gesagt: „Wir sind das fokussierteste Unternehmen, das ich kenne. Wir sagen jeden Tag NEIN zu guten Ideen.“…

Hier der Blog im Original…





Die zweite Wachstumshürde: Der Übergang vom Selbständigen zum Unternehmer

7 04 2010

Von Stefan Merath, Unternehmercoach.com

Ein Problem kommt selten allein

Unternehmer sind im Privat- und Berufsleben mit vielen Problemen konfrontiert. Es gibt Zeiten, da läuft alles wie von selbst und Zeiten, in denen nichts mehr zu funktionieren scheint. Probleme wie zeitliche Überlastung, Verzettelung in der Unternehmensstrategie, Kundenbeschwerden, Schwächen in der Angebotsstruktur, hohe Mitarbeiterfluktuation oder abnehmende Liquidität häufen sich.

Dann wird der Vertrieb geschult, um die Anzahl der Neukunden zu erhöhen; ein Mitarbeitermotivationsprogramm soll die Zufriedenheit erhöhen oder ein Zeitmanagement-Seminar für den Unternehmer soll die Überlastung beseitigen. Aber Einzellösungen helfen in diesen Situationen kaum weiter.

Natürlich sind diese Maßnahmen nicht direkt falsch. Aber: Wenn Probleme regelmäßig oder gehäuft auftreten, dann gibt es fast immer einen inneren Zusammenhang und eine tiefere Ursache. Deshalb helfen Einzellösungen auf der Ebene der Symptome nicht weiter. Ebenso wenig wie ein Aspirin bei einer Gehirnhautentzündung die Gesundung fördert.

Beschäftigt man sich näher mit den Wachstumsphasen von Unternehmen, so fällt auf, dass an bestimmten Entwicklungspunkten immer dieselben Probleme auftreten – ganz egal um welche Unternehmung oder Branche es sich handelt.

Fachkraft – Manager – Unternehmer

Der Schlüssel zum Verständnis dieser Problemphasen findet sich im Buch „Das Geheimnis erfolgreicher Firmen. Warum die meisten kleinen und mittleren Unternehmen nicht funktionieren und was Sie dagegen tun können“ des in Deutschland leider sehr unbekannten Unternehmensberaters Michael Gerber. Gerber unterscheidet zwischen den Rollen(!) einer Fachkraft, eines Managers und eines Unternehmers. Diese Rollen gibt es in jedem Unternehmen, und oft werden diese Rollen von ein und derselben Person ausgeführt: Dem Gründer.

Die Fachkraft ist der Macher. Die Fachkraft reagiert auf Ereignisse, auf Dinge, die zu tun sind. Wenn etwas ansteht, macht es die Fachkraft selbst. Insbesondere dann, wenn die Alternative darin bestünde, zuerst jemand anderem etwas langwierig erklären zu müssen. Die Fachkraft lebt in der Gegenwart. Visionen und neue Ideen sind ihr suspekt. Feste Regeln engen die Fachkraft ein. Die Fachkraft ist zufrieden, wenn sie Aufgaben und Probleme lösen kann – am besten auf dem schnellsten und direktesten Weg. Leider gibt es den Manager, der der Fachkraft Regeln vorgibt und den Unternehmer, der ihr mitten in der Arbeit eine andere Aufgabe zuweist.

Der Manager ist derjenige, der Struktur und Ordnung schafft. Arbeit bedeutet für ihn, Systeme zu schaffen und zu steuern. Diese sollen zur optimalen Lösung von Aufgaben befähigen. Der Manager ist glücklich, wenn seine Systeme funktionieren. Leider gibt es für den Manager die Fachkraft, die immer alles anders macht und den Unternehmer, der die Systeme des Managers mit neuen Ideen bestenfalls aus dem Takt bringt und häufig sogar zerstört.

Der Unternehmer ist der, der neue Visionen entwickelt. Er ist der Träumer und der Motor. Der Unternehmer lebt in der Zukunft und hat eine besondere Weltanschauung, die Michael Gerber sehr treffend beschreibt als „eine Welt, die aus zwei Dingen besteht – einer Fülle von Gelegenheiten und sich dahinschleppenden Füßen“. Der Unternehmer ist glücklich, wenn er Träume verwirklichen kann – oder verwirklichen lassen kann. Leider gibt es für den Unternehmer immer die sich dahinschleppenden Füße der Fachkräfte und Manager.

Das Kernproblem ist nun: Alle drei Rollen werden in einem Unternehmen gebraucht. Aber diese Rollen widersprechen sich. Niemand kann diese Rollen gleichermaßen gut ausfüllen.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie befinden sich im Dschungel. Dort benötigen Sie Leute, die mit Ihren Macheten den Weg frei räumen – die Fachkräfte. Zudem benötigen Sie Leute, die die Arbeit einteilen, so dass niemand zu sehr ermüdet, aber trotzdem alle vorwärts kommen. Diese Leute beobachten auch, ob einzelne Fachkräfte effektiver sind und analysieren warum dies so ist. Schließlich bringen Sie den anderen die Optimierungen bei. Das sind die Manager. Und dann gibt es noch einen, der oben im Baum sitzt und herunter ruft: ‘Hört mal zu, Jungs und Mädels, wir sind im falschen Wald.’ Das ist der Unternehmer. Sie können nicht zur selben Zeit den Weg frei hacken, die Arbeit einteilen und auf dem Baum sitzen.

Die Tätigkeitsfelder der drei Rollen unterscheiden sich in verschiedenen Faktoren:

  • durch das Ziel, das erreicht werden soll
  • durch den Anlass, warum sie ausgeführt werden
  • durch die Arbeitsweise
  • durch das grundlegende Verständnis von Arbeit
  • durch das Ergebnis

Und die Rollen unterscheiden sich nicht nur, sondern sie widersprechen sich geradezu, wie wir im Dschungel-Beispiel gesehen haben. Was dem einen wichtig ist, hat für den anderen keine Bedeutung. Was dem einen als Arbeit erscheint, erscheint dem anderen nicht als Arbeit. Was der eine als wertvoll erachtet, ist für den anderen lästig.

Die Wachstumshürden

Doch kommen wir zurück zu den Entwicklungsphasen von Unternehmen. Aus meiner Sicht werden in der Unternehmensentwicklung vier maßgebliche Hürden deutlich:

Erste Hürde

Die erste Hürde ist die Unternehmensgründung selbst. In aller Regel beschließt eine Fachkraft, ein Unternehmen zu gründen. Die Gründe sind unterschiedlich, aber oft steht Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation oder der Wunsch, eine eigene Idee zu verwirklichen dahinter. Die erste Hürde besteht nun darin, überhaupt in den Markt zu kommen. Eine Unmenge von Gründungsberatern kümmert sich um diese Phase. Vereinfacht kann man sagen: Wenn die Fachkraft, die das Unternehmen gründet, aus Kundensicht dauerhaft gute Leistungen bringt, dann gelingt es in der Regel, diese Hürde zu nehmen. Bringt der Gründer diese Leistungen nicht, dann ist das Spiel an dieser Stelle bereits zu Ende.

Der Gründer bleibt in der ersten Phase in der Regel noch Fachkraft, lernt jedoch (hoffentlich), aus Kundensicht zu denken und zu verkaufen.

Zweite Hürde

Werden die Leistungen oder Produkte verstärkt nachgefragt, dann wächst das Unternehmen. Werden mehr Mitarbeiter eingestellt, müssen diese koordiniert werden, damit ein strukturiertes Unternehmen entsteht. Der Einzige, der diesen Prozess dank seiner Position steuern könnte, ist der Gründer. Vorausgesetzt er übernimmt die Rolle des Managers und des Unternehmers. Dass bedeutet für den Unternehmensgründer zukünftig am Unternehmen und nicht mehr im Unternehmen zu arbeiten. Leider ist der Gründer zu diesem Zeitpunkt aber noch immer Fachkraft und denkt wie eine solche. Seine Stärken liegen im fachlichen Bereich. In der Konsequenz werden bei den meisten Unternehmen mit einer Unternehmensgröße von fünf bis dreißig Mitarbeitern die Rollen des Managers und des Unternehmers nur ungenügend erfüllt und die oben skizzierten Probleme fangen an.

Das Fatale daran ist, dass Menschen ganz automatisch versuchen, ihre Probleme mit den Mitteln zu lösen, die sie am besten kennen. Wurde das Unternehmen von einem Techniker gegründet, wird er automatisch versuchen, die Probleme über technische Verbesserungen des Produkts zu lösen; war es ein Verkäufer, so wird die Probleme mit Hardselling angehen. Da die Herausforderung in dieser Phase jedoch im notwendigen Rollenwechsel besteht, kann ein Unternehmer sie nicht meistern, indem er eine noch bessere Fachkraft wird. Einstein sagt dazu: Probleme kann man niemals auf derselben Ebene lösen, auf der sie entstanden sind.

Dritte und vierte Hürde

Der Vollständigkeit halber möchte ich ergänzen, dass es noch eine dritte und eine vierte Hürde gibt. Die dritte Hürde liegt bei einer Unternehmensgröße zwischen 70 und 150 Mitarbeitern, die vierte entsteht mit dem Ausscheiden des Unternehmers und der Suche nach einer geglückten Nachfolgeregelung. Hier geht es jedoch vor allem um die zweite Hürde.

Blinder Aktionismus hilft nicht

Die Rolle des Gründers muss sich also von der Fachkraft hin zum Unternehmer wandeln. Der Kern des Problems liegt also in der Veränderung des Unternehmers als Person. Das Unternehmen selbst ist dann nur der Spiegel der Unternehmerpersönlichkeit.

Es geht dabei nicht einfach um die Erledigung neuer Aufgaben, sondern um eine völlige Neueinschätzung der Wirklichkeit und der Bedeutung von Abläufen und Systemen. Hierfür benötigt der Gründer völlig andere Talente, Stärken und Kompetenzen: Keine leichte Aufgabe also.

Die Änderung der eigenen Person zählt erfahrungsgemäß bei den wenigsten Menschen zu den Lieblingstätigkeiten. Meist wird diese Aufgabe bewusst ignoriert. Wer gesteht sich schon gerne ein, dass man selbst den Engpass bildet?

Die gemeinsame Entwicklung von Unternehmer und Unternehmen

Aber auch der Umkehrschluss, nur die „Persönlichkeit zu entwickeln“, ist falsch. Die Herausforderungen an die Unternehmerpersönlichkeit entstehen ja gerade erst durch die Entwicklung des Unternehmens. Persönlichkeitsentwicklung ohne die Betrachtung des Umfelds führt direkt in die Esoterik. Die zweite Wachstumshürde lässt sich nur überwinden, indem man eben an beiden Stellen zugleich ansetzt: An der Persönlichkeit des Unternehmers und am Unternehmen.

Ein spezialisiertes Unternehmer-Coaching kann hier große Hilfe leisten. Erst die Verbindung beider Sichtweisen ermöglicht eine ganzheitliche und effektive Problemlösung.

Zuerst werden die eigenen Werte und Träume geklärt. Nach der Klarheit über die eigenen Träume und die unternehmerischen Aufgaben geht es an die Umsetzung. Oft ist es gerade in Veränderungsprozessen wie an der Schwelle zur zweiten Wachstumshürde so, dass man zwar ein Bild davon hat, was zu tun ist, aber die Umsetzung zu kurz kommt. Damit wird der Veränderungsprozess unnötig in die Länge gezogen und das Risiko des Scheiterns steigt. Zudem kann sich jeder leicht ausrechnen, welche Kosten durch unnötige Verzögerungen in Krisensituationen entstehen.

Die Umsetzung

Ohne klare Zielsetzung geht gar nichts. Die Ziele des Unternehmers können jedoch höchst unterschiedlich sein. Der eine möchte mehr Zeit für die Familie und sich selbst, der andere das Unternehmen im Rentenalter veräußern und vom Erlös leben, ein Dritter eine gut aufgestellte Organisation an seine Kinder übergeben, noch ein anderer hat eine bedeutungsvolle Mission, die er mit seinem Unternehmen verwirklichen will. Diese individuelle Zielsetzung gilt es zu erarbeiten.

Entscheidend bei der persönlichen und der unternehmerischen Zielsetzung ist die Frage nach den zugrundeliegenden Motiven oder Werten. Erstens geben diese Werte den Zielen ihre Bedeutung und machen so auch die Anziehungskraft für andere aus. Zweitens sind nach neueren Forschungen etwa neunzig Prozent der eigenen Entscheidungen unbewusst. Sie basieren jedoch auf den eigenen Werten oder Motiven. Jede Zielsetzung an den eigenen Werten vorbei würde so automatisch durch unsere unbewussten Entscheidungen sabotiert.

Sind die grundlegenden Ziele geklärt, müssen zwei sehr wichtige Entscheidungen getroffen werden. Oft geht der Gründer in seiner Facharbeit auf. Der Wechsel zur Rolle des Unternehmers ist jedoch ein versteckter Berufswechsel. Der Gründer muss also die Entscheidung treffen, ob er diesen Wechsel möchte. Alternativ käme z.B. ein Expertenmodell wie in Arztpraxen oder Anwaltskanzleien in Frage.

Hat sich der Gründer für den Berufswechsel zum Unternehmer entschieden, stellt sich die zweite wichtige Frage: Wer übernimmt die Rolle des Managers? Sicher kann dies der Gründer eine gewisse Zeit selbst übernehmen. Die Anforderungen der Manager-Rolle und der Unternehmer-Rolle sind allerdings völlig unterschiedlich. Nur wenige Ausnahme-Menschen können beide Rollen gleich gut ausfüllen. Zudem würde man sich eine fortwährende Doppelbelastung und einen doppelten Berufswechsel einhandeln.

Ein wesentlicher Schritt für den Manager ist im Umsetzungsprozess die Aufgabe, Systeme zu entwickeln, zu implementieren und zu verbessern. Die Systeme müssen auf den neuen Zielvorgaben und Strategien basieren. Schließlich sollen alle „an einem Strang ziehen“ und zur Zielerreichung beitragen. Sämtliche Abläufe müssen überdacht und möglicherweise in ein neues System gegossen werden. Bei der Reihenfolge der Einführung sollten in dieser Phase primär die Systeme betrachtet werden, die dem Unternehmer freie Zeit schaffen. In der mangelnden Unternehmerzeit liegt ja in dieser Phase gerade der Engpass. Direkt im Anschluss geht es natürlich um die Systeme, die den Kundennutzen steigern.

Gut eignen sich Handbücher für die Definition der Syteme. Gut entwickelte, stringente Systeme für Verwaltung, Verkauf, Filialen, Produktion – ja nach Struktur des Unternehmens – regeln wesentliche Prozesse. Wie sieht die Einarbeitung neuer Mitarbeiter aus, wie werden Waren präsentiert, wie läuft das Beschwerdemanagement, wie werden Provisionen abgewickelt, wie das Marketing gesteuert usf. Wenn diese Systeme stehen, kann sich der Unternehmer voll auf seinen Wirkungskreis konzentrieren und sich aus dem Managerstatus zurückziehen. Die anderen wissen genau, was zu tun ist und wie es zu tun ist.

Die neuen Aufgaben des Unternehmers

Für alle Berufe gibt es Aufgabenbeschreibungen. Fragen Sie jedoch drei verschiedene Unternehmer, so erhalten Sie drei verschiedene Antworten, was denn die Aufgaben des Unternehmers seien. Fredmund Malik hat eine solche Aufgabenbeschreibung immerhin für Manager vorgenommen. Aber Manager sind keine Unternehmer. Wenn man seine Aufgaben noch nicht einmal kennt, wie will man sie dann ausführen – gar noch gut ausführen?

In der Literatur gibt es lediglich bei Bodo Schäfer auf wenigen Seiten eine kurze Übersicht über die Aufgaben des Unternehmers. In Anlehnung daran sehe ich folgende Hauptaufgaben des Unternehmers (ausführlicher in „Die Aufgaben des Unternehmers„:

  • Erarbeitung, Überarbeitung und Verankerung der Werte und des unternehmerischen Traums
  • Strategieentwicklung und Positionierung
  • Gewinnung und Bündelung „externer Energie“: richtige Mitarbeiter, Kapitalgeber, positive Öffentlichkeit
  • Periodische Müllentsorgung
  • Kontrolle
  • Permanente Entwicklung der eigenen Persönlichkeit

Für diese Aufgaben wird nun ein Plan erstellt, so dass das, was für die Fachkraft, also den Gründer nur unklar und verschwommen erscheint, für den neugebackenen Unternehmer eine handhabbare Form annimmt.

Rückfall verhindern

Nicht unberechtigt ist die Befürchtung, trotz neuer Systeme und fundiertem eigenen Plan, in den alten Trott zurückzufallen. Jeder Mensch macht ja gerade in Krisenzeiten das automatisch zuerst, was er gut kann. Und das sind leider nicht die neuen Aufgaben. Hier gilt wie bei den anderen Punkten die Regel: Nicht im, sondern am Unternehmen arbeiten. Das heißt, auch der „neue“ Unternehmer benötigt ein System, das ihn in seiner Funktion unterstützt und notfalls sogar zwingt, die neuen Aufgaben auszuführen.

Ein spezialisiertes Unternehmer-Coaching ist eine große Hilfe für eine ganzheitliche und effektive Problemlösung. Gemeinsam mit dem Unternehmercoach werden dabei die vereinbarten Punkte auch umgesetzt und die notwendigen Entwicklungsschritte beschleunigt.





Aktive, externe Personalbeschaffung in der Gründungsphase – ein Erfahrungsbericht der paymorrow GmbH, Karlsruhe

30 03 2010

Von Martina Sauer, Geschäftsführerin Paymorrow GmbH

Als wir Ende 2008 im Rahmen der Startphase von paymorrow Mitarbeiter für unseren kaufmännischen und technischen Kundenservice zu suchen begannen, wurden wir sehr schnell mit den besonderen Herausforderungen der Personalbeschaffung in der Gründungsphase konfrontiert: paymorrow war zum einen noch nicht bekannt und etabliert, zum anderen hatten wir kein Budget vorgesehen, um Angebote in Jobbörsen und Recruiting-Börsen zu veröffentlichen oder Annoncen im Internet / Zeitung zuschalten; ganz zu schweigen von der Teilnahme an Informationsveranstaltungen bei Bildungsträgern und (Fach-) Hochschulen, Unternehmenskontaktmessen an (Fach-) Hochschulen, Recruiting-Veranstaltungen, Hochschulmarketing vornehmlich zur Rekrutierung von Berufsanfängern nach dem Studium (College-Recruiting).

Wir entschieden uns trotz der teilweise negativen Erfahrungen befreundeter Unternehmer für die Kontaktaufnahme mit dem Karlsruher Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit und hatten zwei Tage später einen Gesprächstermin mit unserem zuständigen Betreuer beim Arbeitgeberservice.

Dieser persönliche Kontakt stellte sich für die weitere Zusammenarbeit bis zum heutigen Tag als sehr vorteilhaft heraus, da dieser unserem Personalbetreuer bei der Arbeitsagentur ermöglichte im Kontext unserer Anforderungen aus der Stellenbeschreibung, die Bewerber im Rahmen der Vorauswahl richtig einzuschätzen und treffsicher auszuwählen. Durch die sehr gute und intensive Kommunikation konnte er paymorrow und die individuellen Anforderungen kennenlernen und damit letztendlich die für uns geeigneten Mitarbeiter am Markt finden. Wir konnten daher unseren Personalbedarf (auch wenn es teilweise um recht kurzfristige Bedarfdeckung ging) zum gewünschten Zeitpunkt immer entsprechend abdecken.

Als Finanzdienstleister haben wir in der Kundenbetreuung einen besonders hohen Anspruch an eine serviceorientierte und qualitativ hochwertige Arbeit. Neben den Spezialkenntnissen und fachlichen Erfahrungen müssen unsere Mitarbeiter qualitätsbewusst und zuverlässig, kommunikativ und verhandlungssicher, initiativ und leistungsbereit sowie flexibel und stresstolerant sein. Unsere Mitarbeiter sind es gewohnt, selbständig und eigenverantwortlich zu arbeiten und bringen eine hohe Bereitschaft zur Weiterentwicklung mit.

Da paymorrow eine eigene Firmenphilosophie lebt, in der das offene Miteinander eine ganz zentrale Rolle spielt, stellen wir hohe Anforderungen an die soziale Kompetenz und die Teamfähigkeit unserer Mitarbeiter.

Von dem Einstellen der Stellenanzeigen, der Bewerbervorauswahl und den individuellen Recherchen (regional und bundesweit) sowie dem sehr guten Service und der individuellen Beratung profitierten wir von der Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberservice.

In der Startphase haben wir die Positionen anonymisiert im Arbeitgeberportal veröffentlichen und die Bewerbungen durch den Arbeitgeberservice vorselektieren lassen. Entsprechend der individuell abgestimmten Anforderungen von paymorrow wurden uns die geeigneten Bewerbungen dann per E-Mail übermittelt. Wenn wir die Bewerbung nicht weiterverfolgen möchten, reichte eine kurze E-Mail an unseren Arbeitgeberbetreuer und wir brauchten uns um nichts mehr zu kümmern.

Mit Bewerbern, die uns überzeugen konnten, führen wir zuerst ein Telefoninterview. Falls dies unseren Vorstellungen entsprach, haben wir die Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

Der persönliche Kontakt, die direkte Nähe und das Engagement unseres Betreuers waren für uns dann auch ausschlaggebend, uns für die Personalrekrutierung auch weiterhin auf die Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberservice zu konzentrieren.

Von Vorteil war für paymorrow als junges Unternehmen natürlich auch, dass dieser Service komplett kostenfrei erfolgt.

Zudem konnte paymorrow in der Gründungsphase von den Förderungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Einstellungszuschuss profitieren.

Fazit: Nutzen Sie – nicht nur als Gründer – Ihren örtlichen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur. Über den persönlichen Kontakt kann der Arbeitgeberservice zum effizientesten Instrument im Rahmen Ihrer externen Personalbeschaffung werden.






Vom Denkbaren zum Machbaren!

25 03 2010

Von Jakob Karszt, CEO POET AG

Vom Denkbaren zum Machbaren! Das war vor über 25 Jahren die Botschaft meiner ersten Unternehmensgründung. Ausgangspunkt für das Denkbare war der Traum, alle lieferbaren Bücher mit wenigen Klicks auf einem PC zu lesen. Ich gründete INOVIS als Spin-Off  der Uni Karlsruhe als eine der ersten Firmen in der Technologiefabrik Karlsruhe. INOVIS hat bereits kurz darauf den elektronischen Katalog aller lieferbaren Bücher auf dem PC verfügbar gemacht. Das war der Anfang! Später kamen Buchhandelsbestellsysteme für gedruckte Bücher dazu und dann auch eBook-Downloads. Das Denkbare ist also machbar geworden. INOVIS hat gut mit der Technik  verdient und die Kunden in der Medien-Branche machen inzwischen viele Umsatz-Millionen  mit elektronisch gelieferten Büchern. 12 Jahre nach der Gründung habe ich INOVIS verkauft (es gibt sie noch: siehe www.inovis.com). Ja, es hat sich gelohnt. Aber der eigentliche Erfolg bestand darin, den Trend in einer Branche zu setzen mit dem Gefühl, etwas Wichtiges und Bleibendes bewirkt zu haben.

Auch der Spass, der Ärger, die Zähigkeit, das Auf und Ab, der ewige Zwang zum Lernen und die vielen 60 Stunden Wochen sind nicht nur Beiwerk, sondern ein Muss für den Erfolg.